Hochbegabte Schüler – der Umgang mit ihnen in der Schule

Und wieder gab es in dieser Woche wieder einen schlimmen Fall von Mobbing in der Schule. Serena, 13 Jahre, wurde in der ersten Klasse als hochbegabt getestet, da bei ihr ein Förderschulverfahren, Bereich Sozial-Emotional, durchgeführt werden sollte. „Sie ist immer so komisch“, sagten Lehrer und Mitschüler und deren Eltern. „Sie weiß immer alles besser und kann sich nicht integrieren.“ Das alles führte also zu einem AOSF-Verfahren, ein Verfahren, um einen sonderpädagogischen Förderbedarf zu erhalten. Doch die testende Psychiaterin testete im Bereich der Hochbegabung und empfahl der Schule Serena einfach eine Klasse springen zu lassen. Doch die Schule lehnte das ab. Stattdessen gab es immer wieder Sticheleien von den Mitschülern und, schlimmer noch, von deren Eltern, und die Lehrer schauten hilflos zu.

Serena reagierte immer stärker psychosomatisch mit Neurodermitis, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und dauernder Übelkeit. Und ging immer weniger zur Schule. Doch nun bekamen die Eltern richtig Ärger. Die Schule unterstellte ihnen, das Kind absichtlich nicht in die Schule zu schicken und auch der behandelnde Arzt bekam Post. Auch ihm unterstellte man Gefälligkeitsatteste auszustellen. Mit Hilfe von Anwälten konnte zumindest der Arzt seine Unschuld beweisen, doch für Serena ging es munter weiter. Die Eltern versuchten erfolglos einen Schulwechsel, dort erging es Serena auch nicht anders, denn die Schulakte wandert immer mit. Und hier wurde das Mobbing noch massiver. Hefte wurden zerrissen, Stifte geklaut, Milch in den Tornister gekippt und die Lehrer sahen auch hier nichts. Lediglich eine Lehrerin wagte es einmal, sich auf die Seite von Serena zu stellen, doch schon nach kurzer Zeit hörte man, dass sie einen Versetzungsantrag gestellt hatte.

Nun ging es weiter auf die Gesamtschule und viele der mobbenden Mitschüler gingen auch dort hin. Und nun gab es auch noch Verstärkung in Richtung Mobbing durch neue Mitschüler. Im Winter verschwand die Jacke, Serena wurde körperlich attackiert und irgendwann klaute man ihr Handy und schloss sie in der Toilette ein. Und auch hier gab es keine Reaktionen von Seiten der Schule. Bei tausend Schülern ist das natürlich auch schwierig alle zu beaufsichtigen.

Momentan versuchen die Eltern Serena auf eine Privatschule zu geben, doch zahlen sollen das die Eltern selbst. Das Jugendamt sieht keine Notwendigkeit und auch ein vorliegendes psychiatrisches Gutachten wurde von Seiten des Jugendamtes nicht anerkannt. Serena besucht nun unser Anti-Mobbing-Training und wir coachen sie, damit sie wieder selbstbewusster wird und lernt sich endlich zu wehren, denn dies hat sie bislang noch nicht getan. Die Drohungen der mobbenden Mitschüler waren einfach zu gefährlich. Und auch die Bezirksregierung, die eingeschalten wurde, hat sich nun Serena angenommen. Es gibt also ein Licht am Ende des Tunnels. Weitere Infos unter http://www.infobeg.de/Mobbing_bei_Hochbegabung_ueberdurchschnittlicher_Begabung-html/ oder

http://www.logios.de/probleme-begabter-kinder/mobbing

 

Mobbing beginnt oft schon im Kindergarten

Mobbing beginnt oft schon im Kindergarten

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