Hochbegabte Schüler, IQ-Test und Dyskalkulie

In dieser Woche ging es darum herauszufinden, ob ein 8-jähriges Mädchen, Jule, eine Dyskalkulie hat, da es in Mathe immer zwischen einer 5 und einer 6 steht.
Ein vor einigen Wochen durchgeführter IQ-Test zeigte Werte im Normbereich an. Der Gesamt-IQ befand sich im Bereich der Hochbegabung. Außerdem lag eine Winkelfehlsichtigkeit vor, die direkt nach dem IQ-Test behandelt wurde. Der durchgeführte Dyskalkulietest jedoch ergab einen Prozentrang von 94. Das bedeutet: KEINE Dyskalkulie.
Und schon ist es wieder bewiesen, dass hochbegabte Kinder eigene Rechenwege besitzen. Jule durfte nämlich während des Dyskalkulietests rechnen, wie sie es wollte. Und das tat sie auch! Da sie vielfach laut rechnetet, wunderte ich mich, wie sie mit den Zahlen balancierte, Zahlen nannte, die eigentlich überhaupt nicht relevant waren und dann trotzdem zum richtigen Ergebnis kam. Nun ist zu überlegen, ob Jule nicht sogar eine mathematische Begabung besitzt, die sie im IQ-Test nicht zu zeigen imstande war. Denn Jules Selbstbewusstsein ist unterirdisch. Da sie mich nun schon mehrfach gesehen hatte und mich gut kannte, vertraute sie mir und machte dann gut beim Dyskalkulietest mit.
Deshalb, liebe Lehrerinnen und Lehrer der Mathematik: Lasst hochbegabte Schüler so rechnen wie sie es wollen! Sie haben eigene Rechenwege und bauen auf diesen auch immer wieder auf. Sie benötigen wirklich äußerst selten den vorgegebenen schulischen Rechenweg.
Bei Rückfragen wie immer bitte melden unter info@infobeg.de. Oder besuchen Sie unsere Internetseiten, www.infobeg.de, www.logios.de oder www.conzept3b.de.

Auch hochbegabte Kinder können eine Dyskalkulie besitzen, es kann aber auch eine mathematische Hochbegabung sein.

Auch hochbegabte Kinder können eine Dyskalkulie besitzen, es kann aber auch eine mathematische Hochbegabung sein.

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