Hochbegabte Kinder in der Schule – Rechnen dürfen wie man möchte

Hochbegabte Schulkinder, insbesondere mathematisch hochbegabte Kinder, darüber habe ich schon häufiger berichtet, haben oft Probleme in der Mathematik. Das liegt u.a. daran, dass diese Schüler eigene Rechenwege besitzen und somit mit dem schulischen Rechenweg nicht zurechtkommen. Das hat wiederum schlechte Noten zur Folge. Die meisten Lehrer berufen sich auf die Schulgesetze, wenn man sie bittet diese Kinder anders zu bewerten.

Doch es gibt auch Ausnahmen. Vor einigen Tagen telefonierte ich mit einer Lehrerin in Mecklenburg-Vorpommern. Wir unterhielten uns über einen Schüler mit eben diesen Problemen. „Das ist doch gar kein Problem, das mache ich immer so“, war ihre Antwort, als ich sie bat, das Kind seinen eigenen Rechenweg zu lassen. Also, geht doch! Und das auch noch in der 6. Klasse. Denn, wenn es geht, dann meist nur in den Klassen 1-4. Dort sind die Lehrer schon aufgeschlossener.

Und bei allen anderen frage ich mich immer: Wo ist das Problem? Wenn ich als Lehrer befürchte, das Kind könne abschreiben, dann setze ich es separat an einen Platz, von welchem ein Abschreiben unmöglich ist. So kann man überprüfen, ob das Ergebnis richtig oder falsch ist. Ist es richtig, fehlen jedoch die Rechenwege, dann bitte trotzdem die volle Punktzahl geben. Mathematisch hochbegabte Kinder haben eben ihre eigenen Rechenwege, auf denen sie auch aufbauen können.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Unsere Internetseiten www.infobeg.de oder www.logios.de geben Ihnen weitere Hilfestellungen. Dort finden Sie auch Kontaktmöglichkeiten, entweder per Mail, per Telefon, per Post.

Schreibe einen Kommentar