Archiv für den Monat: Januar 2016

Hochbegabte Schüler, IQ-Test und Dyskalkulie

In dieser Woche ging es darum herauszufinden, ob ein 8-jähriges Mädchen, Jule, eine Dyskalkulie hat, da es in Mathe immer zwischen einer 5 und einer 6 steht.
Ein vor einigen Wochen durchgeführter IQ-Test zeigte Werte im Normbereich an. Der Gesamt-IQ befand sich im Bereich der Hochbegabung. Außerdem lag eine Winkelfehlsichtigkeit vor, die direkt nach dem IQ-Test behandelt wurde. Der durchgeführte Dyskalkulietest jedoch ergab einen Prozentrang von 94. Das bedeutet: KEINE Dyskalkulie.
Und schon ist es wieder bewiesen, dass hochbegabte Kinder eigene Rechenwege besitzen. Jule durfte nämlich während des Dyskalkulietests rechnen, wie sie es wollte. Und das tat sie auch! Da sie vielfach laut rechnetet, wunderte ich mich, wie sie mit den Zahlen balancierte, Zahlen nannte, die eigentlich überhaupt nicht relevant waren und dann trotzdem zum richtigen Ergebnis kam. Nun ist zu überlegen, ob Jule nicht sogar eine mathematische Begabung besitzt, die sie im IQ-Test nicht zu zeigen imstande war. Denn Jules Selbstbewusstsein ist unterirdisch. Da sie mich nun schon mehrfach gesehen hatte und mich gut kannte, vertraute sie mir und machte dann gut beim Dyskalkulietest mit.
Deshalb, liebe Lehrerinnen und Lehrer der Mathematik: Lasst hochbegabte Schüler so rechnen wie sie es wollen! Sie haben eigene Rechenwege und bauen auf diesen auch immer wieder auf. Sie benötigen wirklich äußerst selten den vorgegebenen schulischen Rechenweg.
Bei Rückfragen wie immer bitte melden unter info@infobeg.de. Oder besuchen Sie unsere Internetseiten, www.infobeg.de, www.logios.de oder www.conzept3b.de.

Auch hochbegabte Kinder können eine Dyskalkulie besitzen, es kann aber auch eine mathematische Hochbegabung sein.

Auch hochbegabte Kinder können eine Dyskalkulie besitzen, es kann aber auch eine mathematische Hochbegabung sein.

Hochbegabte Kinder mit ADS bzw. ADHS? – wieder ein Fall für den Optiker

Auch zum Jahresanfang haben wir wieder ein Kind hochbegabt getestet, das in der Schule den Klassenclown gibt.

Der 8-jährige Max ruft in die Klasse, verlässt ohne Erlaubnis den Unterricht und macht Unsinn, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Und die bietet sich leider zu oft. Die meisten Klassenkameraden finden das gut und stacheln Max immer wieder an weiter zu machen. Und das tut Max. Denn der Unterricht ist langweilig. Also gibt es fast täglich Mitteilungen an die Eltern und natürlich mal wieder den Rat, Max auf ADHS untersuchen zu lassen. Er ist nicht mehr tragbar in der Klasse und die Leistungen entsprechen natürlich auch nicht seinen Begabungen. Die Schrift ist eine Katastrophe und lesen mag er auch nicht.
Wir verwenden wie immer für dieses Alter den AID3. Hier zeigen sich neben vielen, teilweise weit überdurchschnittlichen Leistungen wieder extrem niedrige Werte im Antizipieren und Kombinieren – figural. Wir empfehlen einen Besuch bei einem auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisierten Optiker und siehe da, Max ist hochgradig winkelfehlsichtig. Vor ein paar Tagen hat Max seine neue Brille erhalten und er sieht schon jetzt die Welt mit ganz anderen Augen. Bereits während er Überprüfung der Augen beim Optiker wurde Max von Minute zu Minute ruhiger.
Leider wird das Thema Winkelfehlsichtigkeit von vielen Augenärzten ignoriert. Wir haben im unserem Institut Dutzende von positiven Beispielen, wie aus sog. ADS oder ADHS Kindern durch eine spezielle Brille wieder ruhige und konzentrierte Kinder wurden. Auch die Schrift wird besser und die meisten Kinder beginnen dann auch mit dem Lesen und erfreuen sich daran.
Weitere Infos unter http://www.logios.de/probleme-begabter-kinder/winkelfehlsichtigkeit-hochbegabung oder http://www.infobeg.de/hochbegabte-kinder-und-winkelfehlsichtigkeit-html/.
Schon im Kindergarten kann man späteren Schulproblemen vorbeugen.

Schon im Kindergarten kann man späteren Schulproblemen vorbeugen.

Hochbegabte Menschen unterstützen – auch in 2016 unser Anliegen

Zunächst möchte ich allen Lesern dieses Blogs ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016 wünschen. Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass insbesondere hochbegabte Kinder im Kindergarten und in der Schule endlich rechtzeitig erkannt und entsprechend gefordert und gefördert werden.
Um einmal ein positives Beispiel zum Jahresanfang zu nennen, möchte ich auf die Junior-Uni in Wuppertal hinweisen. Sie fördert Kinder und Jugendliche von 4 bis 20 Jahren schwerpunktmäßig in den Bereichen Natur und Technik. Diese Uni gibt es nun seit rund 7 Jahren und scheint einzigartig zu sein. Kinder, die unser Institut besuchen und diese Uni kennen, sind begeistert. Der professionelle Umgang mit den Kindern macht den Erfolg aus. Die Kinder werden ernst genommen und dürfen sich beweisen. Eine Möglichkeit, die Schule leider wenig bietet. Für alle Interessierten hier die Webside: https://www.junioruni-wuppertal.de/
Wir hoffen, dass in diesem Jahr positive Nachrichten in Sachen Hochbegabung und Begabung überwiegen.
In diesem Sinne: frohes neues Jahr!

Übrigens, wir haben viel Neues auf unseren Internetseiten, z.B. unter www.infobeg.de.

Die Förderung und Forderung begabter Kinder ist eine Investition in die Zukunft.

Die Förderung und Forderung begabter Kinder ist eine Investition in die Zukunft.