Archiv für den Monat: Juli 2015

Hochbegabte Vorschulkinder – Hochbegabung schon im Kindergarten erkennen.

Ferien auf dem Bauernhof

Hochbegabte Kindergartenkinder

Hochbegabte Kindergartenkinder werden noch weniger erkannt als Schulkinder, da sie ja noch keinerlei Leistung zeigen müssen. Deshalb wieder folgende Geschichte aus aktuellem Anlass.

„Ich habe Bauchschmerzen“, sagt der vierjährige Finn. „Schon wieder, dann müssen wir zum Arzt“, sagt die besorgte Mutter. Der Arzt untersucht gründlich, doch Finn ist körperlich total gesund. Immer morgens, wenn Finn in den Kindergarten soll, spielt sich das gleiche Drama ab. Er klagt über Bauchschmerzen, muss sich sogar einmal erbrechen, klüngelt herum, will nicht aus dem Auto. Die Mutter ist verzweifelt.

Eine Freundin, die Ähnliches mit ihrem Kind durchgemacht hat, sagt eines Tages: „ Willst du nicht mal einen IQ-Test machen lassen? Vielleicht ist Finn ja hochbegabt.“ Finns Mutter lacht: Ja gut, er ist ja nicht auf den Kopf gefallen, aber gleich hochbegabt? Das glaube ich nicht.“ Da Finns Verhalten nicht besser wird und er nun schon im Kindergarten verhaltensauffällig wird, greift die Mutter doch zum Hörer und ruft uns an.

Einige Tage später wird Finn mit dem Intelligenztest für (Vorschul)kinder, BIVA, getestet und es zeigt sich, dass Finn einen IQ von 127 hat. Da Intelligenztests bei Vorschulkindern noch nicht so sehr genau sind, ist aber davon auszugehen, dass sich der Wert später, wenn Finn Schulerfahrungen hat, entweder bestätigt oder sogar noch höher sein wird. Dies kann man auch schon aufgrund der Anamnese und der Testbeobachtungen ableiten.

Finn benötigt nun im Kindergarten eine intensive Forderung. Ob die Erzieherinnen das leisten können, wird sich zeigen. Auch muss über eine evtl. vorzeitige Einschulung gesprochen werden. Finn darf auf keinen Fall unterfordert bleiben, denn das ist er momentan. Er darf nicht ausgebremst werden. Fragen, die er stellt, sollten auch beantwortet werden. Finn möchte gern schon lesen und schreiben lernen und kennt schon alle Buchstaben. Warum auch nicht? Ein dauerhaftes Ausbremsen führt zu einem immer geringer werdenden Selbstwertgefühl und kann auch psychische Krankheiten auslösen. Psychosomatisch reagiert er ja schon.
Deshalb bitte immer beachten: Zeigt Ihr Kind Auffälligkeiten, weisen andere Sie auf eine mögliche Begabung hin, nehmen Sie diesen Hinweis ernst. Unterforderung kann Ihr Kind krank machen.
Weitere Infos über

http://www.infobeg.de/hochbegabte_vorschulkinder_erkennen_foerdern_fordern-html/

oder unter http://www.logios.de/infos-fuer-erzieher-innen .

Oder einfach ins Forum schauen. Auch dort gibt es viel Interessantes und Informatives von Eltern für Eltern unter www.logios/forum.de

Hochbegabte Erwachsene – viel zu oft zu spät erkannt.

Ein aktueller Fall beschäftige uns in dieser Woche im Institut. Eine Frau von 35 Jahren suchte uns auf mit der Bitte um einen IQ-Test.

Sie fühlte sich immer anders, litt lange Zeit unter Depressionen und hatte nur mit Mühe und Not einen Realschulabschluss geschafft. Ausbildungen brach sie immer wieder ab, wurde früh schwanger und wechselte ständig die Partner, da sie niemals auf einer Wellenlänge mit ihnen lag, wie sie sagte. Im Rahmen einer psychiatrischen Untersuchung wurde vor einiger Zeit auch ein Grundintelligenztest durchgeführt, der einen IQ von 126 ergab. Dazu gab es den Hinweis, sie sei ja ganz schön schlau und warum sie aus ihrem Leben nichts gemacht habe. Diese nicht gerade positive Äußerung des Psychologen führte nur zu weiteren Depressionen. Eine Therapie schließlich brachte sie dazu sich nochmals neu zu orientieren. U.a. führten wir mit ihr den IST 2000-R durch, der einen Gesamt-IQ von über 130 ergab. Allein das Wissen nicht „blöd“ zu sein, so wie sie all die Jahre über sich selbst dachte, gab ihr schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Doch das allein wird nicht ausreichen. Sie selbst überlegt nun, noch einmal völlig neu durchzustarten, das Abi nachzumachen und dann evtl. zu studieren. Ein Coaching wird sie dabei unterstützen. Die Psychotherapie benötigt sie nach eigenen Angaben nun auch nicht mehr, da sie endlich weiß, warum sie anders als andere war und ist, denn sie ist nicht krank, nur hochbegabt. Doch manchmal entsteht bei mir der Eindruck, dass man das gleichsetzt?

Wir informieren über hochbegabte Erwachsene auf unseren Internetseiten: http://www.infobeg.de/hochbegabte_erwachsene_beraten_erkennen_foerdern_fordern_intelligenztest-html/

oder unter http://www.logios.de/hochbegabte-erwachsene

Geben Sie Ihre Erfahrungen an. Beteiligen Sie sich im Blog oder im Forum unter www.logios.de/forum

Businessman finding the solution of a maze

Hochbegabte Erwachsene haben häufig Probleme.

IQ-Test ist gleich IQ-Test – diese Rechnung geht leider nicht auf!

Um herauszufinden, ob ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener hochbegabt ist, gibt es die Möglichkeit einen Intelligenztest durchführen zu lassen. Doch IQ Test ist nicht gleich IQ-Test. Intelligenztests für Vorschulkinder sind bereits anders aufgebaut als für Schüler. Auch ist es wichtig zu wissen, dass es sowohl für Schulkinder als auch für Jugendliche und Erwachsene unterschiedliche IQ-Testungen gibt. Ein aktueller Fall im Institut macht es nochmals notwendig darüber zu berichten.

Es gibt bei den unterschiedlichen Testverfahren solche, die nur die Grundintelligenz messen und auch solche, die sowohl die angeborene als auch die erworbene Intelligenz messen. Die sog. Grundintelligenztests erfordern eine hohe visuelle Konzentration und Sehfähigkeit um bestimmte Aufgaben lösen zu können. Hat man damit Probleme dreidimensional zu sehen, eine Winkelfehlsichtigkeit oder anders gelagerte Wahrnehmungsstörungen, so ist man „körperlich“ gar nicht in der Lage die gestellten Aufgaben zu lösen. Häufig sind es Testverfahren, wie sie z.B. bei Mensa durchgeführt werden. Aber auch in vielen anderen Bereichen, z.B. wenn es um einen neuen Job geht, werden diese Verfahren bevorzugt. Man muss dann natürlich nicht glauben in der Norm oder sogar unterdurchschnittlich zu sein, selbst dann, wenn das Ergebnis dies aussagt. Korrigiert man seine Wahrnehmung, kann das Ergebnis schon ganz anders aussehen.

Leider kennen sich die Wenigsten, die sich mit Intelligenztests beschäftigen, damit aus. Dies hat zur Folge, dass nicht alle, die eigentlich einen hohen IQ haben, diesen auch im IQ-Test zeigen können. Aber auch die Intelligenztests selbst sind nicht alle gleich, haben die gleiche Intention oder die gleiche Aussagekraft. Und man muss sie auch noch richtig durchführen und interpretieren können. Also aufgepasst bei der Wahl der IQ-Testungen. Bitte immer genau informieren, wer testet wann was mit welchem Verfahren.

Weitere Infos unter http://www.infobeg.de/intelligenztest_iq_test_diagnostik-html/, http://www.infobeg.de/AID3_HAWIK-IV_Intelligenztest_iq_test-html/ oder unter http://www.logios.de/intelligenztest-iq-test-hochbegabung-kinder-erwachsene-jugendliche

Businessman finding the solution of a maze

IQ-Test ist nicht gleich IQ-Test, jeder Intelligenztest sagt etwas anderes aus. Deshalb immer informieren!

Hochbegabte Kinder – wie erkennt man sie?

Diese Frage stellt sich immer wieder aufs Neue und auch bei erfahrenen Eltern gibt es immer wieder Zweifel, ob denn der IQ-Test überhaupt stimmt. Auch in dieser Woche gab es wieder die Frage im Institut, ob der Test tatsächlich stimmt. Keine Versetzung, aber IQ 138. Das kann doch eigentlich nicht sein.

Nach wie vor gilt jedoch: Man kann sich während einer Testung immer dümmer stellen als man ist, aber niemals schlauer. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern, LehrerInnen und bereits ErzieherInnen genau hinschauen und bei „Ungereimtheiten“ im Verhalten in Bezug auf Gleichaltrige auch mal eine Hochbegabung des Kindes bzw. eine überdurchschnittliche Begabung des Kindes in Betracht ziehen. Es muss nicht immer eine Legasthenie, eine Dyskalkulie oder gar ADS, ADHS oder Autismus sein, wenn das Kind sich anders als andere verhält, schlechte Noten schreibt oder anscheinend Rechtschreib- oder Rechenprobleme hat. Ein viel genaueres Hinsehen kann viele Schulprobleme schon im Keim ersticken. Und dann noch etwas – keine Angst vor einer Begabung bzw. Hochbegabung. Sie können zwar die Augen davor verschließen, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie vorhanden ist. Und es ist besser unverzüglich zu handeln, als zu warten, in der Hoffnung, es regelt sich alles von selbst. Denn das ist leider ganz, ganz selten der Fall.

http://www.infobeg.de/hochbegabte_kinder_jugendliche_erkennen_foerdern_fordern-html/
http://www.logios.de/hochbegabte-kinder-ueberdurchschnittliche-begabung-hochbegabung-bei-kindern-intelligenztest

Hochbegabte Vorschulkinder und hochbegabte Kindergartenkinder

Momentan häufen sich wieder die Nachfragen für IQ-Tests, um herauszufinden, ob bei Kindergartenkindern oder Vorschulkindern eine Hochbegabung vorliegt. Testet man gerade diese kleinen Kinder, so kann man davon ausgehen, dass diese Tests zwar nur eine Tendenz in eine Richtung zeigen, diese aber bei Verdacht auf eine Begabung trotzdem wichtig sind.

Während des Tests achte ich z.B. auch immer auf das Verhalten der Kinder. Diese Verhaltensbeobachtungen in Kombination mit dem IQ-Test, einer Kurzanamnese sowie den Gesprächen mit den Eltern lassen dann eigentlich eine recht gute Einschätzung des Kindes zu und dementsprechend auch die notwendige Beratung. Ist das Kind kognitiv schulreif, hapert es aber noch ein bisschen mit dem „erwarteten“ Schulverhalten, kann man das Kind dann ein bisschen coachen. Ein Coaching selbst bei hochbegabten Kindergartenkindern und Vorschulkindern hat schon gute Erfolge erzielt. Allerdings ist es wichtig auch rechtzeitig zu starten. Deshalb bei Rückfragen gern anrufen oder mailen. Auch meine Internetseiten:

http://www.infobeg.de/hochbegabte_vorschulkinder_erkennen_foerdern_fordern-html/ bzw. www.logios.de, auch unter http://www.logios.de/infos-fuer-erzieher-innen oder hier auch das Forum www.logios.de/forum

Ferien auf dem Bauernhof

Hochbegabte Vorschulkinder, hochbegabte Kindergartenkinder – man sieht es niemandem an!

geben viele wichtige Hinweise.

Hochbegabung, überdurchschnittliche, besondere Begabung? Was bedeutet das?

Leider habe ich auch in diesen Tagen wieder erfahren müssen, dass eine überdurchschnittliche Begabung nicht wirklich ernstgenommen wird. Die Hochbegabung zwar auch nicht wirklich, aber hat ein Kind „nur“ einen IQ von z.B. 124 im Intelligenztest erreicht, dann wird dies nicht als Begabung wahrgenommen.

Aussagen wie: „ Mit 124 liegt man in der Norm“, „ alle Gymnasiasten sind hochbegabt“, „ bis IQ 129 ist man völlig normal, ab 130 ist man hochbegabt“, „eine Hochbegabung beginnt erst ab IQ 140“. All dies sind Aussagen, die völlig unqualifiziert sind, aber leider keine Seltenheit. Im Gegenteil. Dabei ist Begabung extrem facettenreich. Selbst Wissenschaftler variieren in ihren Aussagen. Und dann gibt es auch nicht nur DIE Begabung, DIE Hochbegabung. Auch hier gibt es Unterschiede. Hat man eine hohe naturwissenschaftliche oder mathematische Begabung, eine verbale, soziale, figurale usw. usw. . Es gibt Menschen mit ausgeprägten Inselbegabungen, Menschen, die mehrere Schwerpunkte miteinander vereinen. Es gibt aber auch Menschen, die im IQ-Test nicht in der Lage sind ihr volles Potenzial zu entfalten, da Wahrnehmungsstörungen vorhanden sind. Diese behindern den betroffenen Menschen zwar, was aber keinen Einfluss auf die kognitiven Leistungen hat. Sind diese Störungen „wegtherapiert“, kann man ganz andere Werte im IQ Test erhalten. Viele weitere Infos dazu gibt es wie immer auch unter http://www.infobeg.de/hochbegabung_ueberdurchschnittliche_besondere_begabung-html/ oder unter http://www.logios.de/begabung-talent-intelligenz-hochbegabung-intelligenztest-kinder, bzw. http://www.infobeg.de/intelligenztest_iq_test_diagnostik-html/.

Hochbegabte Schüler in den Schulen Deutschlands

Eine Hochbegabung, aber auch schon eine überdurchschnittliche Begabung von Schülern an deutschen Schulen wird leider selten erkannt, insbesondere dann, wenn diese Schüler so ganz anders sind, als man sie sich vorstellt.

Hochbegabte Schüler sind in der Regel ganz normale Kinder und Jugendliche, die nur schneller, querer, eben anders denken als ihre gleichaltrigen Klassenkameraden. Und sie müssen ständig gefordert werden. Doch das ist leider nicht selbstverständlich. Viele Lehrer sind immer noch der Meinung, der hochbegabte Schüler bzw. die hochbegabte Schülerin müsse zunächst einmal den vom Lehrplan geforderten Stoff erfolgreich durcharbeiten, danach kann es mehr „Nahrung“ geben. Dies aber ist gerade bei hochbegabten Schülern eine Katastrophe. Haben sie einmal etwas verstanden, wird jede weitere Wiederholung langweilig und die Schüler schalten ab. Auch in diesen Tagen wieder kommen Eltern mit ihren Kindern zu mir in die Beratung und erzählen, dass eine zusätzliche Forderung erst dann in Betracht gezogen wird, wenn der Schüler/die Schülerin bereit ist den bereits (in der Regel mehrfach) durchgekauten Unterrichtsstoff zu wiederholen. Das ist völlig kontraproduktiv und führt zu Langeweile. Diese wiederum zu Desinteresse, Abschalten vom Unterricht bis hin zur Schulverweigerung. Aber auch Klassenkasper und Träumerchen sind Varianten, die nicht sein müssen.
Aktuell ist auch wieder zu bemerken: Man bestraft hochbegabte Schüler nicht dadurch ihnen schlechtere Noten zu geben, obwohl man als Lehrer meint, dass der Schüler/die Schülerin eigentlich besser gewesen sei. Dadurch wird sich niemand verstärkt anstrengen. Es greift eher den Gerechtigkeitssinn des betroffenen Kindes an, das sich ungerecht behandelt fühlt und sich dann meist gar nicht mehr steigert. Auch die Klassenwiederholung ist in der Regel der falsche Weg. Insbesondere in der Grundschule sollte ein Springen und nicht eine Klassenwiederholung die Regel sein. Viele weitere Infos zum Thema unter http://www.infobeg.de/Hochbegabung-bei-Vorschulkindern,-Schulkindern-u-Erwachsenen/ oder unter http://www.logios.de/hochbegabte-schueler-kinder-intelligenztest-iq-test