Archiv des Autors: Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg

Hochbegabte Schüler – versetzt oder nicht versetzt?

Insbesondere bei hochbegabten Schülern stellt sich jetzt wieder die Frage – Versetzt oder nicht versetzt?

In diesen Tagen beginnt nach und nach die heiße Phase zum Schuljahresende in den Schulen und alljährlich stellt sich wieder die Frage nach der Versetzung der Schüler. Und wie so oft sind es wieder viele begabte und hochbegabte Schüler, die nicht versetzt werden, weil viele Lehrer nicht in der Lage sind begabte und hochbegabte Kinder zu erkennen. Dabei gibt es viele Merkmale, eine hohe Begabung eines Schülers zu erkennen und dann entsprechend zu handeln.
Für die meisten der überdurchschnittlich begabten und hochbegabten Kinder und Jugendlichen ist die Wiederholung einer Klasse eine Katastrophe. Insbesondere hochbegabte Grundschüler langweilen sich noch mehr, das Interesse an der Schule lässt noch weiter nach und nicht selten kommen die Eltern dann ins Institut, weil die Kinder die Schule ganz verweigern. In seltenen Fällen funktioniert eine Wiederholung, in den meisten wird es schlimmer.
Eine Fünf in Mathe muss aber nicht heißen, dass das Kind nicht rechnen kann. Es kann sich auch um eine mathematische Hochbegabung handeln, siehe auch das vorangegangene Blogthema.
Vielfach führen bei den Kindern fehlende Lern- und Arbeitstechniken zum Schulversagen. Mussten sich hochbegabte Schüler in der Grundschule kaum anstrengen bzw. nicht lernen, so rächt sich das dann auf den weiterführenden Schulen. Ein speziell auf hochbegabte und überdurchschnittlich begabte Kinder zugeschnittenes Lernmethodentraining, das den Kinder Lern-, Arbeits- und Organisationstechniken vermittelt, kann schon kleine Wunder bewirken. Wie bekommt man Vokabeln ins Langzeitgedächtnis? Wie trenne ich Wichtiges von Unwichtigem? Wie kann ich mich optimal organisieren, d.h. Privates und Schulisches optimal unter einen Hut bringen? Wie bereite ich mich auf Klassenarbeiten vor? All diese Fragen werden z.B. in unserem Institut beantwortet.
Und noch etwas Wichtiges. Schulprobleme machen keine Ferien. Mit Beginn des neuen Schuljahres beginnen sie in der Regel wieder von vorn, auch wenn man nach dem Motto handelt „Neues Schuljahr, neues Glück“. Leider bewahrheitet sich das schulisch selten. Wir raten deshalb den Eltern immer wieder bereits in den Ferien die Weichen für das neue Schuljahr zu stellen. Je früher Probleme angegangen werden, umso eher kann man sie beheben. Wenn das Schuljahr einmal läuft, überschlagen sich dann oft die Ereignisse. Und auch andere Aktivitäten der Kinder führen oft dazu, dass die Zeit für solche zusätzlichen Unterstützungen fehlt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass begabte und hochbegabte Kinder (und auch die Eltern) in den Ferien viel entspannter sind und deshalb ein Coaching recht effektiv ist. Viele weitere Infos gibt es wie immer auch unter www.infobeg.de oder www.logios.de.

Hochbegabt gleich leistungsstark?

Leistungsstarke Schüler sollen gefördert werden – leistungsstark = hochbegabt?

In der Wochenendausgabe der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) vom 13.6.2015 gab es einen großen Artikel zum Thema Hochbegabtenförderung. Leider komme ich erst heute dazu diesen zu kommentieren. Hier geht es wieder einmal darum leistungsstarke Schüler zu fördern. Nur ganz kurz erwähnt man, dass es Lehrern gelingen muss einen Zappelphillip oder Klassenclown als hochbegabt zu identifizieren.

Doch das ist längst nicht allein das Problem. Die Forderung der Minister nach einer besseren Ausbildung ist zwar gerechtfertigt, doch was geschieht mit den Lehrern, die schon seit Jahrzehnten unterrichten? Ich selbst habe mir einmal von einer Grundschullehrerin sagen lassen, dass sie in ihrer rund dreißigjährigen Berufserfahrung höchstens 1 hochbegabtes Kind in der Klasse hatte. Auf meine Frage, wie sie dieses denn erkannt habe, antwortete sie: „Natürlich an den herausragenden Leistungen.“
Ich habe eine Zeitlang mal Referendare zum Thema Hochbegabung fortgebildet. Meine erste Frage an die Anwesenden lautete immer: „Wie erkennt man hochbegabte Kinder?“ Die Antwort: „An den guten Leistungen.“
Zurück zur Lehrerin. Rechnet man einmal nach, geht von einer Klassenstärke von rd. 25-30 Kindern aus, die alle vier Jahre wechseln, so hat diese Dame (niedrig gerechnet) rd. 200 Kinder durch die Schule gebracht. Statistisch gesehen hat sie also mindestens 4-6 hochbegabte Kinder (sehr hohe Intelligenz) in der Klasse gehabt. Und mindestens 30 – 40 Schüler mit einer überdurchschnittlichen bis hohen Intelligenz. Doch davon schien sie nichts bemerkt zu haben, denn es gab in den Augen dieser Lehrerin nur normale oder hochbegabte Schüler. Dazwischen klafft ein Vakuum.
Vielfach ist es auch die mangelnde Einsicht der Lehrer die Hochbegabung eines Schülers zu akzeptieren, wenn dieser eben schlechte Noten schreibt. Eine Sechs in Mathe, aber eine mathematische Hochbegabung? Das KANN nicht sein. Aber es ist so. Wenn mathematisch begabte Kinder einen eigenen Rechenweg besitzen, aber den von der Schule angegebenen anwenden müssen, geht das oft schief. Die Kinder können selten erklären, wie sie eine Aufgabe gelöst haben. Das aber müssen sie tun, damit man ihnen glaubt nicht abgeschrieben zu haben. Und wenn sie beginnen den eigenen Rechenweg mit dem schulisch vorgegebenen zu mischen, ist die Fünf oder Sechs vorprogrammiert.
Hochbegabtenförderung – und zwar die richtige, die für wirklich hochbegabte, aber vielleicht gerade deshalb leistungsschwachen Schülern – beginnt in der gesamten Gesellschaft. Es kann nicht angehen, dass Eltern und Kinder sich nicht trauen von ihrer Hochbegabung zu reden, weil sie anschließend keine Freunde und Bekannten mehr haben, weil die Schulprobleme nur noch schlimmer werden und den Eltern bereits im Kindergarten vorgeworfen wird ihre Kinder zu puschen, weil diese schon lesen und schreiben können, ohne wahrhaben zu wollen, dass diese Kinder wirklich in der Lage sind es sich selbst beizubringen.                                                 Hochbegabte Kinder sind nicht immer die Überflieger. Im Gegenteil. Ist es ihnen langweilig, werden sie nicht nur zum Klassenclown oder Träumerchen, sie schreiben schlechte Noten, verweigern das Lernen, im schlimmsten Fall die Schule. Oder sie werden krank. Ich kenne eine Menge Kinder und Jugendliche mit ambulanter oder stationärer Psychiatrie-Erfahrung. Doch Begabung kann man nicht wegtherapieren. Es muss dringend etwas passieren.
Aufklärung ist das Zauberwort in diesem Fall, Umdenken wollen, Lehre annehmen, Tatsächliches akzptieren. Dann klappt es auch mit den Aus-und Weiterbildungen. Im Übrigen haben wir im Institut die Erfahrung gemacht, dass LehrerInnen und ErzieherInnen, die selbst begabte und hochbegabte Kinder haben, deutlich sensibler sind und diese Kinder auch in den Klassen und Gruppen erkennen. Es geht also auch anders.
Weitere Hinweise unter http://www.infobeg.de/Schulprobleme/Teilleistungsstoerung/Wahrnehmung/ oder www.logios.de. Hier gibt es auch viele Informationen im Forum.

 

Erste Geschichten bei logios online

Geschichten hochbegabter Menschen – jetzt online bei logios.

Für unsere Internetplattform www.logios.de suchen wir Geschichten, Schicksale hochbegabter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener, die wir gern veröffentlichen möchten. Damit möchten wir dokumentieren, dass eine hohe Intelligenz nicht immer mit einer Hochleistung identisch ist. Underachiever sind im deutschen Schulsystem leider keine Seltenheit.
Zwei solcher Geschichten finden Sie unter www.logios.de/wir-suchen-geschichten.
Möchten auch Sie Ihre Geschichte schreiben, bitte eine Mail mit Ihrer Geschichte an info@logios.de senden. Wir veröffentlichen auch Ihre Geschichte, natürlich anonym. Alles Notwendige dazu finden Sie unter der o.g. Webside.
Sie können aber natürlich auch im Blog Ihre Sorgen, Nöte, Erfahrungen (positiv UND negativ) und Erlebnisse mitteilen. Und natürlich alles Gebloggte kommentieren. Jeder Beitrag ist wichtig, damit eine überdurchschnittliche Begabung genauso wahrgenommen wird wie eine unter dem Durchschnitt liegende.

Hochbegabung und Winkelfehlsichtigkeit? –Der IQ-Test gibt Hinweise darauf.

Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, ADHS, und dann auch noch hochbegabt und winkelfehlsichtig!

Häufig führe ich IQ-Tests bei Kindern durch, da diese Schwierigkeiten in der Schule haben, sei es, dass eine Legasthenie bzw. Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Dyskalkulie oder aber gar ein ADS oder ADHS vermutet wird. Diese Schulprobleme belasten oft die ganze Familie.

So teste ich Schüler, die in vielen Untertests des Intelligenztests herausragende Leistungen erbringen, jedoch in ein oder zwei Subtests sehr niedrig liegen. Da es sich hierbei um visuelle Wahrnehmungsbereiche handelt, ist es sehr wichtig, dass der Grund hierfür abgeklärt wird. So kann es sein, dass es Probleme mit dem Atlaswirbel gibt, die dringend behandelt werden müssen, aber auch eine sog. Winkelfehlsichtigkeit. Davon sind ca. 75% aller Menschen betroffen, individuell mehr oder weniger stark ausgeprägt. Fragen Sie Augenärzte, so gibt es diese Winkelfehlsichtigkeit nicht, denn es ist auch keine Krankheit im engeren Sinne, aber sie belastet total, wenn sie besonders stark ausgeprägt ist.

Hinweise können sein:

  • Schwierigkeiten beim Ausmalen oder Ausschneiden,
    Verrutschen in der Zeile,
    Schlechtes Erkennen von Schrift,
    Kein Einhalten von Linien, bzw über den Rand hinaus schreiben,
    Anrempeln, stolpern,
    Probleme beim Bälle fangen,
    Brennende oder tränende Augen,
    Kopfschmerzen und/oder Lichtempfindlichkeit,
    feinmotorische Probleme u.v.m..

Nicht alles muss zutreffen, doch treffen nur einige der o.g. Punkte zu, sollte man zu einem mit Winkelfehlsichtigkeit erfahrenen Optiker gehen. Haben Kinder nämlich Schulprobleme dieser Art, kann man diese durch eine Prismenbrille gut beheben. Wir haben in unserem Institut damit gute Erfahrungen gemacht. Viele Kinder sehen die Welt dann mit ganz anderen Augen.

Weitere Infos unter www.infobeg.de/Winkelfehlsichtigkeit.

Hochbegabung und Legasthenie bzw. Lese-Rechtschreibschwäche oder LRS

Hochbegabung und Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche?

Auch in dieser Woche habe ich wieder Schüler als hochbegabt bzw. überdurchschnittlich begabt getestet, die von Seiten der Schule geschickt wurden, da eine Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche, auch LRS genannt, vermutet wurde. Und auch in dieser Woche kann ich wieder sagen, alle Schulprobleme sind hausgemacht – von Seiten der Schule.

Die Hochbegabung bestätigte sich durch den IQ-Test, nicht aber die Legasthenie. Dazu muss ich auch bemerken, dass meine Definition einer Legasthenie nicht unbedingt konform geht mit der allgemeinen Definition, die keinerlei Unterschiede macht zwischen einer Legasthenie, die in der Regel angeboren ist und einer Lese-Rechtschreibschwäche oder LRS, die angelernt oder anderweitig erworben wurde.

Hierzu bitte unter www.infobeg.de/ Legasthenie-Hochbegabung-LRS/ nachlesen.

Alle getesteten Kinder zeigten in dem für eine Legasthenie relevanten Werte überdurchschnittliche Leistungen. Auf Nachfrage aber erklärten alle Eltern, dass ihre Kinder nach der sog. Anlauttabelle das Schreiben erlernt haben. Und dies ist dann der Grund für die sog. Legasthenie. Begabte und hochbegabte Schüler speichern ein einmal wahrgenommenes Wort sofort ab, ganz gleich, ob es richtig oder falsch ist. Beispiel: Stuhl. Hört man dieses Wort, kann man es auch folgendermaßen schreiben: Schtul, Schtuhl, Schtuul oder aber auch Stul, wenn man mal gehört hat, dass das deutsche ST wie SCH gesprochen, aber ST geschrieben wird.
Ein hochbegabtes oder ein überdurchschnittlich, besonders begabtes Kind speichert nun eine fehlerhafte Version ab. Irgendwann erfährt es dann, dass dieses Wort anders geschrieben wird. Und nun weiß es nicht mehr wie. Das kann dazu führen, dass das Wort Stuhl nun in unterschiedlichen Varianten im Text vorkommt. Das ist keine Legasthenie, sondern fehlerhafte Lernmethodik.
Weitere Infos wie immer auch unter www.infobeg.de.

Schlechte Noten, Rückversetzung?Oder einfach unterfordert?

IQ-Test, damit das Kind nicht „sitzenbleibt“, nicht wiederholen muss.

In der vorletzten Woche gab es, wie schon oft im Insitut, wieder einen klassischen Fall einer nicht erkannten Begabung durch die Schule. Ben, 8 Jahre, kommt mit seiner Mutter zum Intelligenztest, da er von der von der dritten Klasse in die zweite zurückgestuft werden soll. Er zeigt keine Leistung, klagt ständig über Bauchschmerzen, will nicht mehr in die Schule. Wenn er dort ist, beteiligt er sich nicht am Unterricht, sondern döst vor sich hin. Wenn er gefragt wird, weiß er zwar die Antwort, doch diese kommt sehr gelangweilt daher. Das kleine 1×1 kann er gar nicht (mehr). Die Eltern sprechen mit der Lehrerin. Ein typischer Fall von totaler Überforderung, meint sie und empfiehlt eine sofortige Zurücksetzung in die zweite Klasse, damit das Kind sich dort erst einmal erholen und wieder zu sich finden kann. Solche Geschichten wiederholen sich regelmäßig in unserem Institut.

Die Mutter geht zum Kinderarzt, der ihr einen IQ-Test zur Abklärung der Leistungsfähigkeit des Kindes empfiehlt. Bereits während des Erstgesprächs mit dem Kind erkenne ich, dass dieses Kind mit Sicherheit nicht über-, sondern eher unterfordert ist. Der durchgeführte Intelligenztest, das AID3, macht Ben sehr viel Spaß. Er ist hoch konzentriert dabei und arbeitet eifrig alle Aufgaben ab.

Das Ergebnis zeigt einen Prozentrang von >99. Das bedeutet, in IQ-Werten ausgedrückt, einen IQ von 143. Im Untertest „Angewandtes Rechnen“ zeigt er ebenfalls eine Hochbegabung mit einen umgerechneten Wert von 138.

Die Eltern sprechen mit der Lehrerin und haben in diesem Fall Glück. Ben darf nun in die vierte Klasse weitergehen, wird aber in den ersten Monaten des vierten Schuljahres intensiv gefördert, auch mithilfe unseres Instituts. Danach wird er in die fünfte Klasse des Gymnasiums gehen.

Endlich einmal eine Geschichte mit positivem Ausgang. In der Regel müssen Eltern enorm kämpfen, teilweise sogar Rechtsanwälte einschalten, damit dem Kind geholfen wird. Warum geht es nicht immer so?

Bitte informieren Sie sich intensiv über das Thema Begabung. Begabung ist sehr facettenreich und wird deshalb oft nicht wahrgenommen. Wir klären auf unter www.infobeg.de oder www.logios.de. Oder schauen Sie in unseren Büchershop unter www.logios.de/buecher-und-materialien.

 

Dyskalkulie und Hochbegabung

Bei Verdacht auf Dyskalkulie muss genau geschaut werden, sonst kann es zu Fehldiagnosen kommen, denn auch eine Hochbegabung ist möglich.

In der vergangenen Woche habe ich ein Kind getestet, bei welchem der Verdacht einer Dyskalkulie bestand. Die Mutter erzählte mir, dass ihre Tochter Emma schon vor Beginn der Schulzeit gern gezählt hat und dann begann es bereits im ersten Schuljahr, dass das Kind Probleme hatte leichte Aufgaben zu rechnen. Je mehr es übte, umso schlimmer wurde es. Die Lehrerin vermutete im Gespräch mit den Eltern eine Dyskalkulie. Da man diese aber im ersten Schuljahr noch nicht mit Sicherheit bestimmen kann, warteten die Eltern nun bis zum Ende des zweiten Schuljahres mit der Diagnose. Die Mutter berichtete mir, dass Emma merkwürdigerweise mal ganz gut rechnen könne, dann aber wieder gar nicht. Selbst das kleine 1×1 habe sie zunächst gut gekonnt, dann aber nicht mehr. Nun würde sie die leichtesten Aufgaben nicht mehr lösen können.

Der IQ-Test, der mit Emma durchgeführt wurde, ergab eine überdurchschnittiche Intelligenz mit einem Gesamtwert von 125. Im Untertest „Angewandtes Rechnen“ jedoch lag Emma bei einem Prozentrang von 98, was in etwa einem IQ von 130 gleichzusetzen ist, also im Bereich der sog. Hochbegabung. Nun, wie kann das sein?

Dafür gibt es mehrere Gründe.

Wenn mathematisch hoch begabte Kinder (und nicht nur die) für sie viel zu leichte Aufgaben bekommen und/oder ständig Aufgaben wiederholen müssen, die sei bereits beim ersten Mal verstanden haben, ziehen sie sich zurück, werden zum Klassenclown und /oder schreiben schlechte Noten und alle denken, dieses Kind kann nicht rechnen. Unterforderung ist nicht zu unterschätzen, denn es kann Kinder körperlich oder psychisch krank machen. Auch haben mathematisch hochbegabte Kinder auch eigene Rechenwege, sodass sie sich auf den von der Schule vorgegebenen Rechenweg nicht einlassen können. Dies ist keine Absicht, es geht einfach nicht. Auch können die Kinder in der Regel nicht mehr sagen, wie sie auf eine Lösung gekommen sind. Sie ist einfach da!

Immer wieder frage ich mich dann, warum sieht das keiner ein? Warum versteht und akzeptiert man diese Kinder nicht? Es ist doch eigentlich so einfach zu helfen!

Weitere Infos auch unter

www.infobeg.de/dyskalkulie-hochbegabung-rechenschwaeche/

www.logios.de/buecher-materialien-hochbegabung

Bei logios finden Sie unter dem o.g. Link in Zusammenarbeit mit amazon viele Bücher, Spiele und mehr zum o.g. Thema.  Informieren Sie sich genau, denn nur so können Sie Ihrem Kind wirklich helfen.

Haben Sie auch solche Erfahrungen gemacht? Bitte geben Sie einen Kommentar ab, damit wir möglichst viele Menschen erreichen.

 

 

 

Asperger-Autismus oder Fehldiagnose?

Ein Fall in dieser Woche hat mich erneut dazu gebracht, über die Richtigkeit der Diagnose Asperger-Syndrom oder Asperger-Autismus nachzudenken. So berichtet mir eine Mutter, deren Kind gerade die Asperger-Diagnose bekommen hat, dass ihr Kind doch eigentlich sehr empatisch ist, sie tröstet, wenn es ihr schlecht geht und auch Witze versteht und selbst welche erfindet. Eigentlich ganz untypisch für diese Diagnose.

Gleichzeitig erzählt sie, dass ihr Sohn, solange sie denken kann, Menschen nicht wiedererkennt, auch dann nicht, wenn er sie mehrfach gesehen hat. Obwohl er aufgrund seiner hohen Intelligenz, er liegt weit über IQ 140, sich alles andere sehr gut merken kann. Trifft er die Nachbarn im Garten, erkennt er sie, trifft er sie in der U-Bahn, dann nicht. Auch hat er Probleme Freundschaften zu schließen, da ihn alle Bekannten und Schulkameraden für arrogant und unhöflich halten, wenn sie ihn auf der Straße sehen und er nicht auf sie reagiert. Diese Hinweise führten dann u.a. zu der Asperger-Diagnose in der Psychiatrie.

Dann jedoch sagte die Mutter etwas, dass mich stutzig machte. Sie sprach davon, dass er ihr irgendwann einmal gesagt habe, dass er Menschen nur an der Kleidung, an der Länge oder der Farbe der Haare unterscheiden könne. Dies aber lässt nicht auf ein Asperger-Syndrom, sondern eher auf eine Gesichtsblindheit schließen. Durchforstet man dann das Internet, kann man feststellen, dass diese Diagnose häufig übersehen wird, und stattdessen oft die Asperger-Diagnose gestellt wird. Wir werden das nun in unserem Institut in den nächsten Wochen überprüfen und mitteilen, ob sich eine Gesichtsblindheit bestätigt. Ich werde über das Ergebnis auf jeden Fall berichten.

Intelligenztests- oder was man bei IQ-Tests beachten muss

In  der vergangenen Woche gab es wieder viele Nachfragen nach Intelligenztest für Kinder, aber auch Vorschulkinder und Erwachsene. Insbesondere bei Kindergartenkindern sind Eltern immer noch sehr verunsichert, ob ein Test sinnvoll ist. Hierzu ein wichtiger Rat: Wenn der Hinweis von anderern kommt, man solle sein Kind doch mal auf eine Begabung testen, soll man dies sehr ernst nehmen. Insbesondere dann, wenn ErzieherInnen daraufhinweisen. Eltern, die noch keine schulpflichtigen Kinder haben, sehen die Grundschule noch als einen Ort an, an dem die Kinder in der ersten Klasse noch etwas lernen können. Das mag für viele Kinder auch richtig sein. Haben Sie jedoch ein überdurchschnittlich, besonders begabtes oder gar ein hochbegabtes Kind, kann es schnell zu Problemen kommen, da diese Kinder in der ersten Klasse bereits unterfordert sind. Deshalb ist es dann wichtig zu wissen, ob es tatsächlich der Fall ist. Um dies herauszufinden, hilft ein professionell durchgeführter IQ-Test von entsprechenden Fachleuten. Was Sie dabei beachten müssen, finden Sie unter www.infobeg.de, alternativ auch zu finden unter www.hochbegabung-testung-coaching.de, meinen Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen.

Wenn Ihr Kind schon ETWAS lesen oder schreiben, im Zahlenraum von 20 rechnen kann, sind Probleme, insbesondere bei Jungen, vorprogrammiert. Leider haben die meisten Menschen keine Ahnung, wie nicht nur hochbegabte, sondern bereits überdurchschnittlich begabte Kinder denken und handeln, selbst Kinderärzte oder Kinderpsychologen auch nur in geringen Maße. Denn in keiner Ausbildung, in keinem Studium, kommt eplizit das Thema Begabung vor. Und alle haben Klischees vor Augen, die aber mit einer tatsächlichen Begabung nicht übereinstimmen.

Deshalb informieren Sie sich. Wir haben jede Menge Informationen rund um das Thema Hochbegabung zusammengestellt, auch unter www.logios.de.. Hier gibt es u.a. auch ein sehr beliebtes Forum.

Bloggen Sie auch kräftig mit, teilen Sie allen Interessierten Ihre Erfahrungen mit: Damit möglichst viele Informationen in die Öffentlichkeit gelangen und begabte Kinder endlich ihren Stärken entsprechend gefordert werden.

 

Dieses Kind und hochbegabt? Niemals!

Diese Aussage von vielen LehrerInnen und ErzieherInnen gehört für unser Team immer noch zum Alltag, und das seit fast 20 Jahren. Nach einem kleinen Hype in den Jahren von ca. 2005 bis 2010, geht es nun wieder stetig bergab. Das Verständnis, wie hochbegabte Kinder „ticken“, nimmt wieder ab oder bleibt konstant schlecht. Leider! Aber es herrscht in Deutschland immer noch der Trend vor alle auf eine Linie zu ziehen. Defizitorientiert werden die schlechteren Schüler nach oben und die besseren nach unten gezogen. Oder aber, es werden unter dem Durchschnitt liegende Kinder nach oben gefördert, hochbegabte Kinder dürfen unterfordert nach unten gezogen werden.

Natürlich sollen Kinder mit Defiziten eine vernünftige Förderung erhalten, aber im Zuge des Spruchs „Gleiches Recht für alle“, müssen auch begabte Kinder gefordert werden, damit sie nicht den Spaß am Lernen verlieren und dadurch bedingt zu schlechten Schülern werden.

Dieses Blog wird in regelmäßigen Abständen von negativen, aber auch von positiven Entwicklungen in der Begabtenfo(e)rderung berichten.