Hochbegabung und Verhaltensprobleme – warum denken alle immer sofort an ADHS?

Auch in dieser Woche kam wieder ein 6-jähriger Junge zu mir, der in der Schule extrem verhaltensauffällig ist, bereits die zweite Klasse besucht und mit dem alle Betroffenen total überfordert scheinen. Auch im Test zeigte sich dieser Junge extrem auffällig. Er zappelte herum, stand oft auf und beantwortete Fragen unter dem Tisch. Unmöglich sagen Sie? Ja, eigentlich ist solche ein Verhalten unmöglich und auch äußerst selten bei Kindern mit Schulerfahrungen. Auch kann man eigentlich leicht auf ADHS schließen, gäbe es bei diesem Jungen nicht ein enormes Wahrnehmungsproblem. Zwei Untertests, die sich speziell mit der Wahrnehmung beschäftigen, lagen deutlich unter dem Durchschnitt. Es muss nun dringend herausgefunden werden, um welche Art von Wahrnehmungsstörung es sich handelt. Dann kann man diesem Jungen helfen und mit der Zeit wird sich damit auch sein Verhalten ändern. Wahrnehmungsstörungen tragen dazu bei Kinder zappelig und unkonzentriert werden zu lassen.
Und es handelt sich hierbei NICHT um ADHS. Schon häufig habe ich darauf hingewiesen Kinder genauer zu untersuchen und gerade ADS oder ADHS immer nur als letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Aber es ist ja scheinbar viel einfacher Pillen zu verschreiben, als genau hinzusehen. Gut, dass die Mutter dieses Jungen die ADHS-Diagnose nicht in Erwägung zog, sondern genauer hinschaute.

Weitere Infos über Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit einer Wahrnehmungsstörung gibt es auch in meinem aktuellen Buch „Intelligenz und Teddybären – was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann“. Und natürlich auf meinen Internetseiten, www.infobeg.de oder www.logios.de.

Intelligenz und Teddybären - was Ihnen mit begabten Kindern alles blühen kann -

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